Berner Sportkegelverband

Kantonalverband des Schweizerischen-Sport-Kegel-Verbandes

 

 

Schw. Einzel-Meisterschaft und Américaine der

Sportkegler Baselland und Basel-Stadt

vom 17. September bis 16. Oktober 2011


 

Finals der SEMS mit herausragenden Resultaten der neuen

Schweizermeister und der Kür eines Überfliegers.

  

Frey Urs, Burlet Marlis, Baumann Ursula, Fuchs Roger Anliker Ueli

Die Kategoriensieger v.l.n.r.

Frey Urs, Burlet Marlis, Baumann Ursula, Fuchs Roger

Bester Berner Kat. B1

Anliker Ueli

Kegelsport vom Feinsten wurde an den vier Finals geboten und Fairness und Kameradschaft wurde nicht vergessen. Die Finals 100 Wurf der Damen und Herren wurden auf den Bahnen 1 und2 im Kegelcenter Bläsi ausgetragen. Bei den Damen gewann Marlis Burlet aus Derendingen, vor der nach der Meisterschaft führenden Brigitte Tiberi, Zürich und Hannelore Meggers aus Lörrach, die zum ersten Mal einem Final teilnahm. Marlis Burlet konnte damit ihren zahlreichen Schweizer Meister Titeln, mehrheitlich bei den Senioren, einen weiteren hinzufügen.

Bei den Männern wurde die Rangliste noch kräftig durchgemischt. Als der sechstrangierte Baselbieter Urs Frey sensationeller 894 Holz erzielte, und so die Spitze übernahm, strauchelten einige der nachfolgenden Kegler. Dem vor dem Final Erstplatzierten Martin Immoos lief es von Anfang an gar nicht und am Ende stürzte er noch auf Rang acht ab. Einzig Ueli Anliker, Lyssach, konnte sich in den Spitzenplätzen behaupten und gewann die Silbermedaille vor Paul Grieder, Pratteln, welcher sich vom 8. Rang vorkämpfte. Urs Frey wurde aufgrund seines herausragenden Resultates ein verdienter Schweizermeister.

Auf den Bahnen 1 - 4 im Kegelcenter Ruchfeld fand der Final der Damen und Herren 200 Wurf statt. Als zweitletzte der Damen ging die Solothurnerin Ursula Baumann an den Start. Dank Ihrer Ruhe und der Routine einer Spitzenkeglerin reichte Ihr Resultat am Ende zum Sieg und zum Titel. Nach 2001 und 2003 der dritte Titel in ihrer erfolgreichen Keglerkarriere. Den zweiten Platz in Ihrer jungen Karriere erreichte Claudia Küng aus Rickenbach bei der ersten Finalteilnahme. Sie konnte Silvia Steffen, Zürich, auf den dritten Rang verweisen, welche ebenfalls mit starken Leistungen um die Spitzenpositionen kämpfte. Diese drei Damen waren die einzigen welche in der Meisterschaft und im Final über 1600 Holz erzielten und sind somit verdient Gewinner der Medaillen. Am Ende trennten 18 Holz die ersten drei Wettkämpferinnen, was deutlich zeigt wie knapp hier die Entscheidungen fielen.

Bei den Männern 200 Wurf wechselte die Führung immer wieder, bis der nach der Meisterschaft sechstplatzierte Stefan Kocsis, Laufen, seinen Wettkampf abgeschlossen hatte und mit grossem Vorsprung die Spitze des Zwischenklassementes übernahm. Sein Resultat reichte am Ende zu Platz 3. Carlo Bickel aus Basel, 2001 Schweizer Meister auf diesen Bahnen, nahm als zweitletzter den Wettkampf in Angriff, mit dem Ziel in Führung zu gehen. Dies gelang ihm auch, wenn auch nur knapp. Nur 2 Holz totalisierte er mehr als Stefan Kocsis. Damit war eigentlich der Weg schon fast frei für den nach der Meisterschaft führenden Roger Fuchs, Rothrist. 1664 Holz waren von ihm gefordert um den Schweizer Meistertitel gewinnen zu können. Doch der Überflieger des Jahres 2011 gab sich damit nicht zufrieden. Als Einziger konnte er an diesem Tag die 1700 Holz Marke übertreffen. Ruhig und abgeklärt aber mit dem unbeugsamen Willen zum Sieg erzielte er herausragende 1709 Holz und sicherte sich seinen ersten Schweizer Meistertitel souverän. Roger Fuchs stand damit in sämtlichen grossen SSKV Wettkämpfen 2011 zuoberst auf dem Podest. Nach Kantonewettkampf mit dem UV Basel-Stadt und kürzlich dem Einzelcup gewann er nun auch noch den Titel des Schweizer Meisters. Wahrlich eine herausragende Leistung, die bisher noch nie von einem Kegler erreicht wurde.

Die Finalbesucher erlebten in beiden Kegelcentren Kegelsport auf höchstem Niveau, und wurden für Ihr Erscheinen belohnt. Auch das Absenden war vom Organisationskomitee perfekt organisiert und wurde zum krönenden Abschluss dieser Schweizer Meisterschaft.

Ueli Dierauer / Michael Giger

 

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